Artgerechte Kaninchenhaltung 

 

 

 

Kaninchen sind Rudeltiere und brauchen unbedingt mindestens einen Artgenossen, mit dem sie zusammen fressen können, sich gegenseitig putzen können oder auch nur zusammen in der Ecke liegen können.
Die beste Konstellation besteht aus einem Weibchen und einem kastrierten Rammler. Die Zusammenhaltung von zwei Weibchen oder zweiRammlern geht in den meisten Fällen (ca. 95% aller Fälle) schief.

 
Käfighaltung
 
Käfige gibt es in allen Formen und Farben. Generell gilt natürlich: Je größer der Käfig, oder das Gehege, desto besser ist das Kaninchen darin aufgehoben. Generell gilt die Fausformel: 2m² Gehege/Käfig pro Tier. Die Größe kann sich aber auch danach richten, wie viel Zeit das Kaninchen im Käfig verbringt.
 

Der Käfig/ das Gehege sollte in einem ruhigen Zimmer sein, da Kaninchen sehr empfindlich auf Lärm reagieren. Er darf auch in keinem Zugluftbereich stehen. Beim Lüften auch immer darauf achten, dass im Käfigbereich keine Zugluft entsteht. Kaninchen reagieren darauf oft mit Schnupfen und anderen Erkältungskrankheiten. Den Käfig nicht direkt an einen Heizkörper stellen und im Sommer vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Der Raum sollte trotzdem nicht zu dunkel sein! Oft wird davon abgeraten, Zwergkaninchenkäfige im selben Raum wie Vogelkäfige und Fernseher zu stellen. Da sich viele unserer Tiere freiwillig am liebsten neben die Vogelvolière legen, denken wir, dass es ihnen nicht schadet.

Als Zubehör wichtig: ein Futtergefäß/ -napf, eine Heuraufe und eine Nippeltränke. Je nach Bedarf der Tiere ist auch ein Schlafhäuschen nötig. Unsere drei wollen allerdings keins. Sinnvoll ist auch eine Klokiste im Käfig. Dabei muss man darauf achten, in welche Ecke das Zwergkaninchen mit Vorliebe macht und dorthin auch die Klokiste stellen.

Käfig bzw. Gehege und Zubehör müssen natürlich regelmäßig gereinigt werden. Dies sollte - je nach Verschutzung - ein bis zwei Mal in der Woche geschehen. Dazu alle Teile mit klarem, warmen bzw. heißen Wasser abspülen. Hartnäckige Verschmutzungen wegschrubben. Ab und zu können die Teile auch mit einem speziellen Desinfektionsspray für Kleintiere desinfiziert werden.

 

Kleinrexkaninchen im Freien zu Halten ist möglich. Hier einige Anhaltspunkte:

  • Der Käfig sollte aus Holz sein, idealerweise etwas isoliert.
  • Er sollte Schutz gegen Marder und andere Tiere bieten (Holz- und Gitterdicke ausreichend bemessen).
  • Nicht zu viele Öffnungen, damit kein Zug entsteht. Am besten nur an der Vorderseite.
  • Der gesamte Auslauf sollte mindestens zwei Quadratmeter pro Tier betragen. Also vor dem Stall am besten noch ein Auslaufgehege bauen. Das aber auch nach oben absichern wegen Greifvögeln.
  • Das Dach sollte schräg gebaut sein, damit Regenwasser ablaufen kann.
  • Immer genug Stroh und ggf. Rindenmulch in den Käfig, damit die Kaninchen es schön warm haben.
  • Die Tiere nicht zur kalten Jahreszeit von innen nach außen umgewöhnen. Der Temperaturunterschied ist zu groß und die Kaninchen müssen auch ein dickeres Fell bilden.
  • Der Käfig sollte ausreichend groß sein, da gerade im Winter die Auslaufmöglichkeiten sehr begrenzt sind.
  • Gerade für die Außenhaltung sind mehrere Kaninchen wichtig. Sie können sich miteinander beschäftigen und sich bei Kälte gegenseitig wärmen.
  • Der Außenkäfig muss nicht so oft gereinigt werden wie bei der Innenhaltung, mindestens aber zwei Mal im Monat. (nur zur Info ich reinige sie Wöchentlich finde es notwendig das sie es sauber haben)

 

 

Ernährung

 

Wichtig ist, dass man bei Kaninchen nie plötzlich das Futter umstellt! Zwergkaninchen haben einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt und neigen zu Verdauungsstörungen, die unter Umständen auch tödlich sein können! Eine Futterumstellung, sollte sie nötig sein, also immer Schritt für Schritt und unter Beaobachtung vornehmen.

Eine abwechslungsreiche und nährstoffreiche Kost ist notwendig. Bitte auch nie altes, feuchtes, oder sogar schimmliges Futter geben. Die Futtermenge muss immer auf das Zwergkaninchen abgestimmt sein. Tiere mit viel Bewegung und einem entsprechend hohen Energieverbrauch benötigen etwas mehr Futter als kleine "Stubenhocker" oder ältere Tiere.

Falls das Kaninchen mal etwas beleibter sein sollte, kann man ein Mal pro Woche einen Fastentag einlegen, an dem aber Wasser und ausreichend Heu gefüttert werden muss. Eine Gewichtskontrolle ab und zu kann auch nicht schaden.

Unsere Kaninchen werden mit Heu ,Grünfutter ,Obst ,Gemüse und Kräutern sowie Pellets gefüttert.